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...der Weg zum Erfolg kann so einfach sein!

Versicherungen für Existenzgründer - Welche Versicherungen brauche ich?

Versicherung sparenSie als Selbstständiger können frei entscheiden, wann und für wen Sie arbeiten. Ihr wichtigstes Wirtschaftsgut ist die eigene Arbeitskraft - und gegen deren Ausfall können Sie sich absichern. Mit Hilfe neutraler Berater, z.B. von den Industrie- und Handels- oder der Handwerkskammer werden Sie die für Sie notwendigen Versicherungen ermitteln - und im Laufe Ihrer Tätigkeit immer wieder überprüfen und aktualisieren können.


Private oder gesetzliche Krankenversicherung?

Seit dem 1.1.2009 muss jede Person, die in Deutschland ihren Wohnsitz hat, über Krankenversicherungsschutz verfügen. Als selbstständiger Existenzgründer haben Sie die Wahl, ob Sie als freiwilliges Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung beitreten oder einen Versicherungsvertrag mit einem privaten Versicherungsunternehmen abschließen. 

Gesetliche Krankenversicherung (GKV)

Voraussetzung für den Beitritt zu einer gesetzlichen Krankenkasse ist, dass Sie bis zu Beginn Ihrer Selbstständigkeit pflichtversichert waren und die Vorversicherungszeit erfüllt haben. Die Angebote der gesetzlichen Krankenkassen sind recht unterschiedlich, der Beitragssatz ist jedoch überall gleich. Für freiwillig Versicherte liegt er derzeit bei 15,5%; eingeschlossen ist die Zahlung von Krankengeld ab dem 43. Krankheitstag. Zahlen Sie lediglich den ermäßigten Beitrag (14,9%), fällt der Krankengeldanspruch weg.Grundlage für die Höhe des Beitrages sind die von Ihnen erzielten Einnahmen, wobei auch andere Einnahmen, etwa aus Kapitalvermögen oder Vermietung und Verpachtung berücksichtigt werden. Der Mindestbeitrag wird aus einem monatlichen Einkommen von derzeit EUR 1.916,25 berechnet; die Einkommensgrenze liegt bei EUR 3.750.-. Erhalten Sie den Gründungszuschuss der Bundesagentur für Arbeit, so wird Ihr Mindesteinkommen auf lediglich EUR 1.277,50 festgelegt (Quelle: BMWi).

 

Private Krankenversicherung (PKV)

Beiträge zur privaten Krankenversicherung sind unabhängig vom Einkommen. Hier werden das versicherte Risiko und die gewünschten Leistungen bei der Festlegung des Beitrages zugrunde gelegt. Wünschen Sie die Behandlung durch den Chefarzt in einem Einzelzimmer, werden Sie deutlich mehr zahlen müssen als derjenige, dem die Unterbringung im Mehrbettzimmer und die Behandlung durch den Oberarzt genügt. Zu Beginn Ihrer Tätigkeit als Existenzgründer können Sie sich zum sogenannten Basis-Tarif bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen versichern. Der Beitrag für diesen Tarif darf den Beitrag bei einer gesetzlichen Krankenkasse nicht überschreiten. Ein zu bedenkeender Nachteil der PKV bestehen darin, dass Familienmitglieder - (z.B. Hausfrau und Kinder ohne Einkommen) nicht mit Versichert sind, wie dies bei der GKV der Fall ist. Hier muss jedes Familienmitgleid separat versichert werden.


Altersvorsorge – Privat-, Gesetzlich-, oder Zusatz-Versicherung?

Als Existenzgründer sollten Sie auch Ihr Alter im Auge haben und von Beginn an absichern. Die Ansprüche, die Sie als Arbeitnehmer in der gesetzlichen Rentenversicherung erworben haben, bleiben Ihnen erhalten. Sie können aber auch weiterhin Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen und so Ihre Ansprüche erhöhen. Wollen Sie sich als Handwerker, Lehrer, Künstler, Publizist oder als Hebamme selbstständig machen, sind Sie verpflichtet zumindest für einen gewissen Zeitraum weiterhin Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung reichen jedoch in den wenigsten Fällen aus, auch im Alter Ihren Lebensstandard abzusichern. Als Selbstständiger haben Sie die Möglichkeit, die staatlich geförderte Rürup-Rentenversicherung abzuschließen. Was Sie beachten sollten, welche Vor- und Nachteile die Rürup-Rente im Vergleich zu anderen Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge hat, sollten Sie kritisch prüfen und die Beratung einer neutralen Stelle nutzen. Den zusätzlichen Schutz für den Fall der Berufsunfähigkeit sollten Sie bei diesen Überlegungen nicht vergessen.


Unfallversicherung

Neben Ihren Arbeitnehmern können auch Sie sich als Unternehmer in der für Sie zuständigen Berufsgenossenschaft freiwillig gegen das Risiko eines Betriebsunfalls versichern. Die Beiträge sind relativ niedrig, die Leistungen der Unfallversicherungsträger vielfältig. Aber auch für die Freizeit sollte eine private Unfallversicherung die Folgen eines unvorhersehbaren Ereignisses absichern.


Arbeitslosenversicherung – Fortsetzung möglich

Waren Sie vor der Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit versicherungspflichtig in der Arbeitslosenversicherung, so können Sie diese freiwillig für einen geringen Beitrag (von derzeit EUR 38.- monatlich) weiter versichern. 
Besonderheiten bei Künstlern (Künstlersozialkasse):

 Machen Sie sich als Künstler, z.B. als Publizist, Schriftsteller oder Fotograf selbstständig, ist die Künstlersozialkasse für Sie zuständig. Dort sind Sie kranken-, pflege- und rentenversichert. Die Besonderheit dieser Versicherung liegt darin, dass Sie als Versicherter lediglich etwa die Hälfte der Beiträge zahlen, die andere Hälfte trägt die Künstlersozialkasse. 


Betriebliche Versicherungen – Schutz für Betrieb und Dritte

Als Unternehmer empfiehlt es sich nicht nur Ihr wertvollstes Gut – Ihre Arbeitskraft – schützen und absichern, auch das Vermögen Ihres Betriebes, die Anlagen, Ihre Betriebseinrichtung aber auch Computer-Programme können gegen Schäden versichert werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass auch im Fall der Betriebsunterbrechung die laufenden Kosten sowie die Gehälter der Mitarbeiter weiter zu bezahlen sind. Je nach Ausstattung Ihres Unternehmens sind daher Versicherungen gegen Einbruch und Feuer, gegen Maschinenschäden oder elektrische Zerstörung zu prüfen.Schadensersatzansprüche Dritter können durch den Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung, einer Berufs-Haftpflichtversicherung gemildert werden, Fehler in der Unternehmensführung werden von D&O-Versicherungen ersetzt und ab einer bestimmten Betriebsgröße sollten Sie den Abschluss einer Betriebsunterbrechungsversicherung ins Auge fassen.

Die Informationen auf dieser Seite stammen aus den jeweiligen gesetzlichen Vorschriften, erheben aber kein Anspruch auf Vollständigkeit oder Rechmäßigkeit!

 

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