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Frühzeitig Vorsorge treffen mit einer Patientenverfügung

PatientenverfügungBei Unfall, Krankheit oder auch im Alter kann der Umstand eintreten, dass Sie als Unternhermer Ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln können. Um Ihr Selbstbestimmungsrecht in Behandlungs und Vermögenssachen zu wahren empfhielt es sich entsprechend vorzusorgen. Einige Grundlegende Informationen über Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung werden in dieser dreiteiligen Artikelserie betrachtet.

 

TEIL I: Die Patientenverfügung

Mit einer Patientenverfügung treffen Sie frühzeitig Vorsorge für den Notfall. In einer Patientenverfügung wird Ihr Wille vorausschauend festgelegt, für den Fall, dass Sie selbst diesen nicht mehr (wirksam) erklären können. Sie enthält unter anderem Angaben,  welche ärztlichen und pflegerischen Maßnahmen Sie wünschen oder ablehnen, ob Organspende gewünscht ist, oder ob es eine Betreuungs- und/oder Vorsorgevollmacht gibt, welche zusätzlich zu beachten sind.

Seit September 2009 wird die Patientenverfügung in Deutschland im BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) geregelt: BGB § 1901a Patientenverfügung. Zu beachten ist, dass sich das Verständnis der Patientenverfügung nach der nationalen Rechtsordnung richtet - d.h. für Deutschland, Österreich und die Schweiz kann das Verständnis durchaus unterschiedlich ausfallen.

 

Patientenverfügung aufsetzen

Die Patientenverfügung muss in schriftform erfolgen. Ein Widerruf ist jedoch in Deutschland auch ohne Schriftform möglich. Er kann mündlich, oder sogar ohne Worte erfolgen, wenn der Wille des Betroffenen durch ein entsprechendes Verhalten zum Ausdruck kommt. Anders als beim Testament, muss die Patientenverfügung nicht handschriftlich erstellt sein, sollte aber unbedingt mit Ort und Datum, sowie eigenhändiger Unterschrift versehen sein. Eine Beglaubigung der Unterschrift kann von Vorteil sein, ist aber nicht zwingend erforderlich.

Dass regelt sie NICHT

Die Patientenverfügung regelt lediglich, welche Handlungen erwünscht oder untersagt sind, jedoch nicht welche Personen Behandlungsentscheidungen nach Ihrem Vorgaben treffen oder durchsetzen dürfen. Eine Personenauswahl kann in einer Vorsorgevollmacht oder einer Betreuungsverfügung festgelegt werden, um einer gerichtlichen Zuweisung vorzubeugen.

Regelmäßig prüfen

Ratsam ist es, die Patientenverfügung jährlich zu überprüfen und durch eine neue Unterschrift in Verbindung mit Ort und Datum zu bestätigen bzw. zu ändern. Der Medizinische schafft immer neue Behandlungsmethoden aber auch Ihre Einstellung mag sich mit der Zeit ändern. Sind die Änderungen zu umfangreich, erstellen Sie eine neue Patientenverfügung. Damit es später nicht zu Unklarheiten kommt, sollten Sie die alte Verfügung vernichten.

Ort der Aufbewahrung

Stellen Sie mehrfache Ausfertigungen (beglaubigte Kopien) von Ihren Unterlagen an. Hinterlegen Sie diese bei den von ihnen bestimmten Bevollmächtigten, Ihrem Hausarzt und ggf. an einem sicheren Ort ausserhalb Ihrer Wohnung (Vorsichtsmaßnahme gegen Hausbrand etc.). Sehr empfehlenswert ist es zudem, einen Hinweis bei sich zu tragen (Geldbörse, Brustbeutel, SOS-Kapsel), wo die Patientenverfügung aufbewahrt wird.

Wenn Sie fehlt

Liegt keine Patientenverfügung vor, hat der Betreuer die mutmaßlichen Behandlungswünsche des Patienten festzustellen, bzw. zu entscheiden. Hier ist es empfehlenswert in einer Betreuungsverfügung genau zu regeln, wer der Betreuer sein soll, und welche rechten und Pflichten dieser hat, und/oder durch eine Vorsorgevollmacht eine Person des  persönlichen Vertrauens zu benennen, welche entsprechende Handlungsfreiheit und Entscheidungsgewalt von Ihnen erhält.



Verwandte Themen:

 

Teil II: Die Vorsorgevollmacht
Teil III: Die Betreuungsverfügung

 

Patientenverfügung

 

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