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...der Weg zum Erfolg kann so einfach sein!

Richtig mahnen! - 7 Schritte um an Ihr Geld zu kommen.

Richtig mahnenSie stellen ein Produkt oder eine Dienstleistung in Rechnung, aber der Kunde zahlt nicht. Oder, Sie bestellen online, zahlen, nutzen Ihr Widerrufsrecht und schicken die Ware zurück - erhalten aber keine Kaufpreiserstattung.

Was nun?

1) Zahlungsverzug feststellen

Grundvoraussetzung für richtiges Vorgehen bei der Mahnung ist den genauen Zeitpunkt des Zahlungsverzugs festzustellen.

Fall 1: Zahlungsbedingungen wurden vereinbart

Sie haben die Dienstleistung erbracht, oder die Ware ausgehändigt, und eine Zahlung zu einem bestimmten Datum, oder innerhalb eines bestimmten Zeitraums (z.B. 4 Tage nach Rechnungserhalt) vereinbart. In diesem Fall müssen Sie nicht einmal mahnen, sondern können auf Kosten Ihres Schuldners sofort zum Anwalt gehen (weiter ab Schritt 3a)

Fall 2: Zahlungsbedingungen wurden NICHT vereinbart

Sind im Kaufvertrag weder Termin noch Zahlungsbedingungen vereinbart, müssen Sie Ihr Geld zunächst beim Kunden einfordern. Dies können Sie tun, sobald Ihr Teil des Geschäfts erledigt ist - z.B. die Erbringung der Dienstleistung, die Übergabe der Ware, oder die Warenrücksendung bei Kaufwiderruf. (weiter ab Schritt 2)

 

2) Zahlungsaufforderung senden

Senden Sie eine Zahlungsaufforderung. Nennen Sie darin den Grund der Forderung, den genauen Betrag und setzen Sie eine Zahlungsfrist - z.B. innerhalb der nächsten 4 Tage, oder ein festes Datum.

3) Mahnschreiben senden

Reagiert der Schuldner nicht, gehen Sie zur Mahnung über. Schriftlich, per Einschreiben, beziehen Sie sich auf die Zahlungsaufforderung und setzen eine letzte Frist.
Ihr Schreiben ist auch ohne den Titel "Mahung" und Androhung von Konsequenzen - wie Inkasso-Unternehmen, oder Inkasso-Rechtsanwalt - rechtswirksam, wenn es klar als Zahlungsaufforderung zu verstehen ist.
"Ich würde mich freuen, wenn Sie... etc." reicht nicht! Ein sachlicher aber bestimmter Tonfall sind angebracht.

TIPP: Sie müssen nicht zwingend mahnen, denn spätestens 30 Tage nach Zugang der Zahlungsaufforderung bzw. der Rechnung, kommt Ihr Schuldner automatisch in Verzug. Dies gilt nur dann nicht, wenn er keine Schuld an der Verzögerung hat, z.B. wenn er nachweisbar schwer erkrankt war. Ein Zahlungseenpass is jedoch keine Entschuldigung!

3a) Verzugszinsen verlangen

Für die Zeit ab Beginn des Zahlungsverzugs können Sie Zinsen verlangen. Der Zinssatz können Sie errechnen, indem Sie 5 Prozentpunkte auf den amtlichen Basiszinssatz aufschlagen.

Den aktuellen Basiszinssatz erfahren Sie direkt auf der Webseite der Deutschen Bundesbank, oder via Telefon (069-95 66 35 11)


4) Anwalt einschalten

Ist Ihr Schuldner in Verzug, muss er auch die Kosten tragen, wenn Sie einen Anwalt einschalten. 

!!! WICHTIG !!!

Schreibt der Anwalt bereits die erste Mahnung, welche den Verzug bewirkt, müssen SIE selbst dafür bezahlen! Vereinfacht ausgedrückt: "Die Kosten für die erste Zahlungserinnerung oder Mahnung kann incht uaf den Schuldner umgelegt werden".
Mahnen Sie nach Verzugsbeginn noch einmal selbst - also 2. Mahnung - können Sie die Portokosten ansetzen. Freizeiteinbuße oder Arbeitsaufwand für das schreiben der Mahnung, dürfen dem Schuldner jedoch NICHT in Rechnung gestellt werden.

Ist klar, dass Ihr Schulder nicht zahlt, vermeiden Sie am Besten weitere Kosten und schalten direkt einen Anwalt mit einer Zahlungsklage ein. Andernfalls könnte es sein, dass Sie die Mahnungskosten selbst tragen müssen.

 

4a) Gerichtliches Mahnverfahren

Alternativ dazu, einen Anwalt zu beauftragen, können Sie auch selbst tätig werden und das gerichtliche Mahnverfahren nutzen. Ein Brief vom Amtsgericht, wirkt bei so manchen störrischen Schuldner Wunder.
Das Antragsformular erhalten Sie im Schreibwarenhandel, oder können es direkt online bei online-mahnantrag.de ausfüllen und herunterladen.

Das Mahngericht überprüft nicht, ob Ihre Forderung berechtigt ist, es verschickt lediglich den Mahnbescheid. Reagiert der Schuldner zwei Wochen lang nicht, können Sie beim Gericht die Vollstreckung beantragen. Erfolgt weitere zwei Wochen keine Reaktion vom Schuldner, können Sie den Gerichtsvollzieher zur Eintreibung der Schuld zzgl. der Verfahrenskosten beauftragen.

Kommt es zum Vollstreckungsbescheid, muss der Schuldner die Kosten dafür ebenfalls tragen.

5) Schuldner verklagen

Der Schuldner hat die Möglichkeit, dem von Ihnen gesendetem Mahn- oder Vollstreckungsbescheid zu wiedersprechen. Er wiederspricht sozusagen der Rechtmäßigkeit, bzw. Gültigkeit Ihrer Rechnung, bzw. der Rechnungsposten. Die Forderung wird dann zu einem "streitigen Verfahren"

In diesem Fall können Sie bei Gericht die Zahlungsklage einreichen, um den Schuldner zu verklagen. Der Rechtsfall wird dann vor dem Gericht ausgefochten. Im Regelfall werden die Gerichtskosten von der Partei getragen, welche den Rechtsprozess verliert.

 

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